Buch1

Kurztest: Fotobuch von Saal Digital

Moin zusammen,

mein letzter Beitrag ist schon etwas her. Es wird Zeit meinen Teil einer Abmachung einzuhalten: Ich bekam einen Fotobuchgutschein von Saal Digital. Im Gegenzug schreibe ich ein kurzes ehrliches Feedback zum Buch. Das kam mir vor Weihnachten grade recht. Hier nun also meine Meinung zu meinem Fotobuch von Saal Digital.

Buch2

Ich fange einfach mal in umgekehrter Reihenfolge an, also mit dem fertigen Produkt. Da das Buch ein Geschenk war, entschied ich mich für einen schönen wattierten Ledereinband mit aufgedrucktem Titel mit sehr vielen Seiten. Das ist so ziemlich die teuerste Variante. Das Buch sieht von außen betrachtet schon hochwertig aus und fühlt sich auch so an. Da ich vorwiegend im Querformat fotografiere entschied ich mich für ein Buch im entsprechenden Format (28×19 cm). Da ich nicht wusste wie glänzend glänzend und wie matt matt ist, entschied ich mich für das glänzende Papier. Dieses Papier ist echtes Hochglanzfotopapier, also auch sehr dick. Es sieht schon schick aus, ich würde mich aber das nächste mal für mattes Papier entscheiden. Ich mag es dann doch lieber seidenmatt, wie in den meisten kommerziellen Fotobildbänden. An der Druckqualität gibt es grundsätzlich nichts auszusetzen. Die Farben sind – wohl auch durch die Wahl des Papiers begünstigt – brillant und die Schärfe ist auch sehr gut. Wie in den meisten Fällen üblich sind die Bilder in gedruckter Form wegen fehlender Hintergrundbeleuchtung etwas dunkler als am Monitor. In dunklen Bildbereichen fällt dies besonders stark auf. Bei ganzseitigen Bildern ist in den Schatten größtenteils noch Zeichnung zu erkennen. Bei kleineren Fotos allerdings erscheinen die Schatten für meinen Geschmack eindeutig zu dunkel. Das ist natürlich nur mein persönlicher Eindruck und kann auch mit der Kalibrierung meines Monitors zusammenhängen, wobei ich schon sehr darauf achte, dass weder Schatten noch Spitzlichter im Histogramm abgeschnitten sind.

Ohnehin schon Dunkle Bildbereiche weden im Druck sehr sehr dunkel.

Ohnehin schon Dunkle Bildbereiche weden im Druck sehr sehr dunkel.

Was beim durchblättern sofort auffällt ist die Lay-Flat-Bindung. Man kann also getrost doppelseitige Panoramen einbinden oder Fotos direkt in der Mitte zwischen zwei Seiten platzieren, ohne hässliche Knicks in der Mitte oder das Bildbereiche fehlen.

Panorama Lay-Flat-Bindung

Die Lay-Flat-Bindung ermöglicht auch doppelseitige Panoraman

Das von mir gewählte Format eignet sich besonders gut für seitenfüllende Fotos im Querformat. Bei Bildern im Format 16:9 bleibt gut Platz für eine Überschrift oder zwei Zeilen Text zum Bild. Bei der Wahl zwischen einem Hoch- und Querformat oder einer quadratischen Form dürfte für jeden Zweck das passende dabei sein.
Erstellt habe ich das Buch über die Saal Digital Software im November/Dezember des letzten Jahres. Die Software könnte inzwischen die eine oder andere kleinere Änderung erfahren haben. Der Nutzer hat die Wahl zwischen verschiedenen Formatvorlagen, die er auch automatisch füllen kann. Für mich war nichts geeignetes dabei, da die Bildformate in den Vorlagen meistens einfach nicht den Fotos entsprechen oder mit Bildercollagen, schräg eingesetzten Bildern oder auch Hintergrundmustern einfach nicht meinen Geschmack treffen. Ich entschied mich daher für ein völlig freies Format mit weißen Seite ohne weitere Vorgaben. Beim platzieren der Fotos bekommt der Nutzer angezeigt wo die Schnittbereiche sind, über die die Fotos, nach Empfehlung der Software, nicht hinausragen sollten. Das Platzieren der Fotos gestaltet sich ziemlich fummelig. Zwar kann man näher heranzoomen, aber auch so bleibt das Platzieren zum Geduldsspiel. Mir fehlt die Möglichkeit ein konfigurierbares Raster mit snap-to-grid-Funktion einblenden zu können oder Fotos mit nur einem Klick mittig zu platzieren. Genau so wie Funktionen zum automatischen Erkennen von gleichen Größen und Abständen, wie man es zum Beispiel aus Adobe Programmen wie Indesign oder Illustrator kennt. Das würde die Gestaltung ergeblich erleichtern. Selbiges gilt auch für das Textwerkzeug. An manchen Stellen bin ich mit der Platzierung der Fotos im Nachhinein nicht 100%ig glücklich. Im Großen und Ganzen ist aber alles im grünen Bereich. Für alle, die volle Kontrolle wollen, gibt es auch die Möglichkeit ein bereits gelayoutetes Buch in die Software zu laden. Für medienkompetente Nutzer und Fotografen sicherlich eine sehr gute Alternative.

Fotos im Format 16:9 lassen bei dem Buch im Querformat Platz für Überschriften oder zwei Zeilen Text.

Fotos im Format 16:9 lassen bei dem Buch im Querformat Platz für Überschriften oder zwei Zeilen Text.

Zum Preis möchte ich gar nicht viel sagen. Saal Digital ist nicht unbedingt der günstigste Anbieter, aber bei den recht umfangreichen Optionen, was Wahl der Größe, des Umschlagmaterials, des Papiers, der Seitenzahlen und des Formats anbelangt, dürfte jeder das passende Produkt zu einem der Qualität angemessen Preis bekommen. Bestellt haben wir das Buch wenige Wochen vor Weihnachten – also zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Trotzdem gingen die Produktion und der Versand relativ schnell. Berücksichtigt man auch die Belastung der Post im entsprechenden Zeitraum sind ungefähr zwei Wochen bis man das Produkt in Händen hält eine gute Zeit.

Buch1

Fazit: Man bekommt bei Saal Digital ein hochwertiges Fotobuch zum angemessenen Preis, der je nach Ausstattung aber auch schon mal deutlich jenseits der 120€ liegen kann. Durch die vielen Optionen jedoch kann sich jeder genau das zusammenstellen, was er haben möchte und was zu seinem Geldbeutel passt. Die Software könnte für Individualisten noch etwas komfortabler werden, ist aber alles in allem auch in Ordnung.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>