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Helgoland/Düne Teil 4: Alles Tölpel hier!

Moin moin,

heute kommt er nun endlich, der vierte und abschließende Beitrag zu meinem Trip nach Helgoland und auf die Düne. Nach der Landschaft und den Robben kommen wir heute zu den Vögeln der Insel.
Überall findet man Herings- und Silbermöwen und erstaunlich viele Bachstelzen habe ich auch gesehen. Interessanter sind aber natürlich die Eiderenten, Strandläufer und Seeschwalben auf der Düne sowie die Trottellummen und Basstölpel am Lummenfelsen und der Langen Anna auf der Hauptinsel.
Viel zu erzählen gibt es zu den Eiderenten und Strandläufern eigentlich nicht. Auf der Düne sind diese den ganzen Tag anzutreffen. Die meiste Zeit hatten wir leider durchwachsenes Wetter und nicht immer unbedingt das spektakulärste Licht. Die beste Zeit diese Vögel schön in Szene zu setzen bietet sich wohl während der goldenen Stunden am Morgen und Abend wenn die Sonne niedrig steht und die Schatten lang sind. Für ein gutes Foto auf Augenhöhe muss man sich allerdings schon mal in den Strandsand werfen. Dieser ist ja aber schnell wieder abgeklopft.
Ein weiteres schönes Motiv bieten sicherlich die Seeschwalben. Entweder einzeln oder als Schwarm – in beiden Fällen erwiesen sie sich als schwierig zu fotografieren, da sie sehr schnell die Flucht ergreifen. Für ein gelungenes Foto müsste man den Schwärmen wohl auflauern und etwas Glück haben. Aus Mangel an Zeit habe ich dieses Unterfangen dann aber doch bleiben lassen.

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Mit etwas Übung und Versuchen sind auch die Möwen im Flug abzulichten.


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Möwe im Porträt


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Eiderente: These Feet are made for walking


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Strandläufer im Quadrat


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Eiderenten genießen den Sonnenaufgang bevor die Touristen die Düne entern.

Ein ornithologisches Highlight sind natürlich die Kolonien der Trottellummen und Basstölpel auf der Hauptinsel. Die unscheinbaren dunklen Lummen sind zwar nett zu beobachten, waren für mich aber nicht so sehr von fotografischem Interesse. Zum einen sind sie mit ihrem vorwiegend schwarzen Federkleid in den Felsspalten recht unscheinbar und zum anderen auch etwas weiter weg und ließen sich hauptsächlich in langweiliger Draufsicht fotografieren. Weitaus dankbarer sind da die Basstölpel.
Schon auf dem Weg zum Lummenfelsen weht einem der, zugegebenermaßen sehr strenge, Geruch der Kolonie entgegen. Dem Geruch und dem Lärmen der Vögel folgend, ist der Weg zu den Brutplätzen kaum zu verfehlen. Im Mai sind die Brautwerbung und der Nestbau in vollem Gange und überall werden Geschenke in Form von Nistmaterial überreicht oder es wird sich um die besten Plätze gestritten und freudig mit den Schnäbeln geklappert.
Die großen Seevögel sind mit ihrem vorwiegend weißen Gefieder und ihren blauen Augen und Füßen ausgesprochen fotogen. Ihre Bezeichnung als Tölpel wird ihnen ganz und gar nicht gerecht. Zugegeben, auf dem Boden watscheln und wackeln die großen Vögel zwar wenig elegant umher, aber einmal in der Luft, erweisen sich die Tiere als sehr elegant, ja fast majestätisch.
Das beste am Lummenfelsen ist jedoch, dass es einem schon fast lächerlich einfach gemacht wird spannende Fotos zu schießen. Die Besucherplattformen und Spazierwege reichen zum Teil bis unmittelbar an die Brutkolonie heran. In zwei bis fünf Metern Entfernung sind die Vögel wunderbar formatfüllend abzulichten. Studiert man eine Weile die Flugbahnen und achtet ein wenig auf den Wind, dann kann man sie mit ein wenig Übung auch mit langen Brennweiten mitten im Flug erwischen. Für alle Langschläfer und Diejenigen, die den Sonnenuntergang lieber mit einem Glas Wein als einer Kamera in der Hand verbringen, habe ich noch eine gute Nachricht:
Durch ihr weißes Gefieder und die blauen Augen im Kontrast mit dem grünen Gras an der Felskante und dem roten Fels sind die Vögel auch im prallen Sonnenschein der Mittagszeit ein gutes Motiv. Da Ich auf der Düne und nicht auf Helgoland selbst untergebracht war, beschränkte sich mein Abstecher zur Langen Anna auch auf die Mittagszeit.

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Sich begrüßendes Basstölpelpärchen.

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Hat man sich einen Brutplatz erkämpf, lässt man es auch gern mal entspannt angehen.

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Gefiederpflege.

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Halsstudie

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Sich begrüßendes Basstölpelpärchen.

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Im Flug wird den schönen Vögeln die Bezeichnung Tölpel nicht gerecht

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Dicht an Dicht: In der Kolonie bleiben Streitigkeiten nicht aus.

Helgoland und die Düne sind definitiv ein lohnendes Ziel für Fotografen. Felsküste, Basstölpel, andere Seevögel, Strand und Dünen sowie die Lage mitten in der Nordsee, die ständig wechselndes Wetter und somit viele spannende Lichtstimmungen mit sich bringt, sollte man sich nicht entgehen lassen. Wenn sich mir nochmal die Gelegenheit bietet werde ich auf jeden Fall nach Helgoland zurückkehren und verpasste Chancen und Gelegenheiten nachholen.

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