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Helgoland/Düne Teil 1: Landschaftsfotografie

Moin moin,

die letzten paar Tage von Dienstag bis Freitag konnte ich auf Helgoland oder viel eher der Düne verbringen. Vom Winde verweht, von der Sonne verbrannt und vom Regen durchnässt – das schnell wechselnde Wetter auf Deutschlands einziger Hochseeinsel ist wirklich anstrengend, bietet aber grade für die Naturfotografie tolle Momente und Möglichkeiten.

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Dramatisches Wetter über Helgoland bzw. der Düne.



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Wolkenstudie

Den kleinen Trip zur Insel verdanke ich meiner Fachhochschule. Seit mittlerweile einigen Jahren bietet diese inzwischen jedes Semester im Rahmen der “Interdisziplinären Wochen” allerhand Vorlesungen, Seminare, Workshops, Filmsichtungen etc. an. In der Regel kann jeder Student sich für alle Veranstaltungen anmelden und so auch in andere Fachbereiche hineinschnuppern. Dieses mal gab es wieder einen Workshop zum Thema Panorama- und HDR-Naturfotografie. Das interessante an diesem Workshop war für mich jedoch eher die günstige Reise nach und Unterbringung auf Helgoland bzw. der Düne.
So fuhren wir also mit 15 Studierenden und Dozierenden am viel zu frühen Dienstagmorgen in Kiel los Richtung Büsum und von dort mit der “Funny Girl” bei ruhiger See nach Helgoland und weiter zur Düne. Untergebracht waren wir dann im Bungalowdorf auf der Düne. Die kleinen bunten Hütten sind übrigens sehr zu empfehlen. Bis morgens die erste Fähre von der Hauptinsel zur Düne fährt, ist man morgens ziemlich allein auf der Insel, aber dazu später mehr.
Zur Helgolandtour möchte ich übrigens mehrere Beiträge verfassen und entschied mich gegen eine chronologische Schilderung. Lieber möchte ich die Beiträge eher thematisch unterteilen.
Heute soll also die Landschaftsfotografie den Anfang machen. Hier kommen wir dann wieder zu dem wechselhaften Wetter. Der stetige Wechsel von Sonne, Wolken und Regen ist natürlich ein Traum für Landschaftsfotografen, auch wenn dies mal dazu führen kann, dass der Himmel pünktlich zum Sonnenauf- und Sonnenuntergang komplett zuzieht und es nichts mehr zu sehen gibt. Darum war ich rückblickend sehr froh gleich am ersten Abend den Sonnenuntergang fotografiert zu haben, weil wir die restlichen Tage nicht mehr die Gelegenheit bekommen sollten. Viel zu sagen gibt es zu den Aufnahmen nicht – es handelt sich um HDR-Aufnahmen aus drei verschiedenen Fotos. Aufgenommen natürlich mit Stativ und Fernauslöser am Westende des Nordstrandes mit Blick Richtung Helgoland und offenem Meer. Da durch das Gegenlicht viele Details der Hauptinsel verloren gingen, und diese mit Weitwinkelobjektiv ohnehin winzig erscheint, entschied ich mich eine der Molen in Szene zu setzen.

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Sonnenuntergang Helgoland/Düne HDR aus drei Aufnahmen.

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Selbes Motiv, selbe Technik, andere Komposition

Am folgenden Morgen raffte ich mich mit zwei weiteren Studierenden aus meiner Hütte auf um die blaue und goldene Stunde zu nutzen. Die beste Entscheidung die ich während der kleinen Reise getroffen habe. Das Licht war einfach wunderbar und wir hatten den ganzen Strand für uns alleine. Zudem sollte sich dieser frühe Morgen als der einzig fotografierwürdige erweisen.
Gegen viertel nach vier verließen wir die Hütte und stapften zum Ostende des Nordstrandes um die ersten HDR-Aufnahmen der blauen Stunde zu machen. Es war Ebbe und der noch Nasse Sand barg einige schöne Details für den Vordergrund. Ich versuchte den Strand im Vordergrund, den Wellenbrecher in der Mitte und den bunten Himmel mit einzelnen Wolken in Szene zu setzen. Nach den ersten Fotos zerstreuten wir drei uns etwas bis wir uns aus den Augen verloren und uns erst an der Hütte wieder trafen. So kam es dann, dass ich ganz alleine zwischen den Seehunden auf der Nord-Ost-Spitze der Düne auf den Sonnenaufgang wartete. Zu dieser Begegnung komme ich dann in einem meiner nächsten Beiträge.

Ich wünsche euch ein Schönes Wochenende

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HDR der blauen Stunde vor Sonnenaufgang auf der Düne bei Helgoland.

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Vertikale Version des gleichen Motivs

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Die Sonne bäumt sich ein letztes mal gegen die Wolken auf.

Ein Gedanke zu „Helgoland/Düne Teil 1: Landschaftsfotografie

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